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Vitamin B (Thiamin, Aneurin) Vitamin B^ ist in allen Getreidekörnern enthalten, ebenso in Gemüsen und Trockenhefen (z. B. Bierhefe). B1 ist an der Regulation des Kohlen-hydratstoffwechsels beteiligt und mitverantwortlich für die normale Funktion von Gehirn, Nerven und Herzmuskel, sowie für die Aufrechterhaltung der normalen Bedingungen für Peristaltik (Darmbewegung), Fettresorption und Enzymaktivität. Darüber hinaus wird dem Vitamin B1 eine Schutzfunktion auf den Magen-Darm-Kanal nachgesagt. Beim Fehlen von Vitamin B1 treten Wachstumshemmung und Gewichtsverlust auf, verbunden mit einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Ferner kommt es zu Störungen des Nervensystems - z.B. Verdrehen des Kopfes bei Tauben - sowie der Hodenentwicklung. Vitamin B (Riboflavin, Lactoflavin) Vitamin B2 ist zusammengesetzt aus einem Zucker (Ribose) und einer Farbstoffkomponente (Flavinfarbstoff); deshalb der Name Riboflavin. Der Farbstoffanteil bewirkt die intensive Gelbfärbung des Vitamin B2. Im Gegensatz zum B1 enthalten z. B. Mais und Getreidekörner nur wenig Vitamin B2, während es in der Bierhefe und allen tierischen Futtermitteln in größeren Mengen vorkommt. Als Bestandteil sogenannter Flavin-enzyme ist Vitamin B2 an der Energieübertragung und -gewinnung im Körper beteiligt. Damit greift es indirekt -wie andere Vitamine des B-Komplexes - in den Eiweiß-, Fett- und Nucleinsäure-stoffwechsel ein. Vitamin B2-Mangel führt zur Verschlechterung der Futterverwertung, der Fresslust und damit zu Wachstumsverzögerungen bis hin zum Wachstumsstillstand. Starker B2-Mangel hat bei Vögeln Verkrampfung der Zehen, Lähmungen sowie Fortpflanzungsstörungen und Durchfälle zur Folge. Vitamin B (Pyridoxin, Adermin) Natürlich enthalten ist Vitamin B6 in allen Getreidekörnern, in grünem Gemüse und in der Bierhefe. Vitamin B6 hat eine zentrale Bedeutung für den gesamten Eiweißstoffwechsel. Als Coenzym einer ganzen Reihe von Fermenten ist B6 für die Spaltung bzw. Synthese von Aminosäuren sowie für die Übertragung, den An- und Abbau der verschiedenen chemischen Bestandteile der Eiweißmoleküle unentbehrlich. Bei einer vermehrten Eiweißfütterung entsteht zwangsläufig ein höherer Bedarf an Vitamin B6. B6 ist außerdem für den Fett- und Koh-lenhydratstoffwechsel und den Stoffwechsel einiger Mineralien von Bedeutung. Starker Vitamin B6-Mangel führt zu Hautveränderungen, Störungen des Nervensystems, Wachstumsverzögerung, Leber- und Herzschädigungen. Aufgrund eines gestörten Eiweißstoffwechsels verringert sich der Muskelzuwachs. Ferner kommt es zur Abnahme der Fruchtbarkeit. Vitamin B. (Cyanocobalamin, antianämisches Vitamin) Vitamin B12 ist ausschließlich in Futtermitteln tierischer Herkunft enthalten, d. h., über das Körnerfutter und andere pflanzliche Nahrung können wir Tauben zum Beispiel kein B12 zuführen. Vitamin B12 greift in eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen ein, insbesondere in den Eiweißstoffwechsel und die Synthese der Aminosäuren. Ferner beeinflusst es den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. B12 ist Voraussetzung für die normale Blutbildung. Die Mangelsymptome des B12 ähneln denen des Vitamin B6: Verschlechterung der Futterverwertung, mangelhafter Eiweißansatz, Wachstumsstörungen, Blutarmut, Fruchtbarkeitsstörungen, erhöhte Embryonensterblichkeit sowie Hautentzündungen und Struppigkeit des Gefieders. |
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