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Kunstbrut

Bruttabelle

 


    

 

Kunstbrut

Kunstbrut gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Durch das maschinelle Einstellen der idealen Brutbedingungen, ist es möglich nahezu ideale Schlupfergebnisse zu erzielen. Natürlichen spielen auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle. So ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Brutergebnis eine einwandfreie Qualität der zu bebrütenden Eier. Wenn man sich aber an alle Bedingungen des künstlichen Ausbrütens der Eier hält, liegen die Vorteile klar auf der Hand. Unabhängig von der Jahreszeit hat man eine fast uneingeschränkte Brutkapazität. Jeder Züchter ist in der Lage das Ergebnis seiner Zuchtbemühungen stark zu verbessern. Auch die hygienischen Bedingungen sind gegenüber der Naturbrut besser. Ein wesentlicher Vorteil besteht in der Möglichkeit den Zeitpunkt der Brut selbst zu bestimmen, was in der Natur natürlich nicht zu bewerkstelligen ist.

Die Brutmaschine

Es gibt die unterschiedlichsten Modelle an Brutmaschinen. Zu einem unterscheiden sie sich in den Materialien aus denen sie hergestellt sind zum anderen in den Modellen.

Das einfachste und kleinste Modell ist der Flächenbrüter. Er ist mit einer Wendehorde ausgestattet und ist als Einstiegsmodell oder für den kleinen Hobbyzüchter vollkommen ausreichend. Diese Modelle werden im Handel wahlweise mit halb oder vollautomatischer Wendung angeboten.

Flächenbrüter Modell 400

Der Motorbrüter ist mit einer konfortableren Ausstattung wie der Flächenbrüter versehen. Die Luftumwälzung erfolgt hier über einen Ventilator. Die Temperatureinstellung erfolgt über ein Thermostat. Er ermöglicht einen ununterbrochenen Brutprozess, was ein ständiges Nachlegen der Eier erlaubt. Einige Modelle haben einen separaten Schlupfraum. Auch hier erfolgt die Wendung halb oder vollautomatisch.

Motorbrüter Modell 450 DS

Der Motorschrankbrüter ist in der Regel mit einem separat einstellbaren Vorbrüter ausgestattet. Dieses ermöglicht das ständige Nachlegen von Eiern auch bei sehr empfindlichen und schwierig zu bebrütenden Geflügelarten, da sich der Vorbrüter und der Brüter getrennt voneinander regeln lassen. Damit entfällt das Problem der unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit während der verschiedenen Brutphasen. Durch die mehrfach übereinander angebrachten Horden ist bei diesen Geräten das Bebrüten größerer Mengen an Eiern möglich. Die Wendung der Eier erfolgt auch hier halb oder vollautomatisch. Es gibt auch Modelle mit einer Kippwendung. Viele Geräte dieser Größenordnung sind mit einer Computersteuerung ausgestattet, wo nur noch ein Programm angewählt werden muss. Der Rest läuft dann vollautomatisch.

Modell SV2200 computergesteuert -----------------Modell B120

 

 

 

 

 

 

 

M ell

 

 

Der Ideale Standort der Brutmaschine

Der ideale Standort der Brutmaschine ist relativ unproblematisch. Der Ort sollte trocken und gut gelüftet sein. In wärmeren Räumen sinkt automatisch der Stromverbrauch. Das Gerät sollte frei stehen, damit eine ordentliche Luftzufuhr gewährleistet ist. Auch extreme Temperaturen wie z.B. in einem Heizungsraum sollten vermieden werden. Ein Raum mit relativ wenig Temperaturschwankungen ist von Vorteil. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Unterlage nicht vibriert oder das Gerät erschüttert wird, wie z.B. auf einer Waschmaschine.

Das Einlegen der Bruteier

Vor dem Einlegen der Bruteier sollte man sich die Bedienungsanleitung der Brutmaschine sorgfältig durchgelesen . Am besten wird die Maschine einen Tag lang vor dem Einlegen der Bruteier im leeren Zustand laufen gelassen. Dann kann man sehen, ob eine konstante Temperatur eingehalten wird. Nach dem Einstellen der idealen Bruttemperatur und der Luftfeuchtigkeit (siehe Bruttabelle) je nach. Geflügelart sollte die Maschine noch einige Stunden kontrolliert werden. Wenn die Werte konstant gehalten werden kann man zum Einlegen der Eier übergehen.

Die Bruteier dürfen nicht beschädigt, beschmutzt oder älter als 10 Tage sein. Es sollten nur Eier verwendet werden die auch das richtige Gewicht aufweisen. Werden zu kleine Eier verwendet, sind auch die Küken zu klein und schwach. Der Lagerort der Bruteier sollte eine Temperatur von 15 Grad Celsius nicht überschreiten.

Nun können die Eier in die Bruthorde eingelegt werden. Die Eier werden flach zwischen die Rollen der Wendehorde gelegt. Da die unterschiedlichen Geflügelarten auch unterschiedlich große Eier legen, gibt es auch verschiedene Wendehorden mit entsprechenden Abständen der Rollen. Man unterscheidet vier verschiedene Größen: Wachtel, Fasan und Zwerghühner, Hühner und Enten sowie Gänse und Puten. Man sollte trotzdem darauf achten, dass immer möglichst gleich große Eier verwendet werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die richtige Bruttemperatur (siehe Bruttabelle) muss ganz genau eingehalten werden. Es ist ratsam sie mindestens alle zwei Tage zu kontrollieren. Eine zu hohe Temperatur beschleunigt die Brut. Eine zu niedrige Temperatur verlangsamt sie. In beiden Fällen kann es zu Missbildungen der Küken kommen. Es ist unbedingt notwendig ein geeignetes Thermometer zu benutzen, da herkömmliche Thermometer schon einmal um ein Grad abweichen können.. Der Handel bietet dort spezielle Produkte für die Kunstbrut an. Bei einer genauen Einhaltung der Bruttemperatur, erfolgt der Schlupf der Küken genau am berechnetem Schlupftag innerhalb weniger Stunden.

Die Luftfeuchtigkeit wird mit dem Hygrometer gemessen. Auch hier gibt es geeignete Modelle im Fachhandel. Das Einstellen der Luftfeuchtigkeit unterscheidet sich nach den verschiedenen Modellen der Brutmaschinen. Am besten hält man sich hier an das Handbuch des entsprechenden Gerätes.

Die Regulierung erfolgt im allgemeinen durch das Verstellen der Wasserbecken und durch die Erhöhung oder Verringerung der Frischluftzufuhr an den Luftrosetten. Brütet man mit zu niedriger Luftfeuchtigkeit, entwickeln sich die Keime nicht richtig und beim Schlupf schaffen es die Küken nicht aus den Eiern. Brütet man dagegen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit, müssen die Küken in Ihren Eiern regelrecht ertrinken. Ebenso ist darauf zu achten, dass man die Frischluftzufuhr nicht zu weit herunterfährt. Denn dann kann es passieren, dass die Keime an Sauerstoffmangel absterben.

Schieren

Weiße Eier werden in der Regel am siebten Bruttag geschiert. Braunschalige Eier einige Tage später. Auch hier hat der Handel geeignete Schierlampen zu bieten. Bei einem befruchtetem Ei kann man in der Mitte den Keim erkennen von dem in alle Richtungen kleine Äderchen ausgehen. Ein unbefruchtetes Ei ist meist klar, blass und hell. Durch das Entfernen der unbefruchteten Eier vermeidet man, dass diese in der Maschine anfangen zu faulen. Außerdem bekommt man wieder Platz im Brutgerät.

Wenden

Bei der Wendung unterscheiden sich die Brutgeräte in zwei Kategorien. Zum einen in der "halbautomatischen" und zum anderen in der "vollautomatischen" Wendung Bei der halbautomatischen Wendung wird die Wendehorde einfach vor und zurück geschoben. Dabei drehen sich die Eier auf der Wendehorde. Dieses sollte mindestens drei mal am Tag durchgeführt werden. Bei der vollautomatischen Wendung übernimmt diese Arbeit ein Motor, der die Wendehorden im zwei Stunden Takt langsam und schonend vor und zurück schiebt. Das Wenden der Eier wird drei Tage vor dem Schlupf eingestellt.

Schlupf

Zum Schlupf werden die Eier drei Tage vor dem errechneten Schlupfdatum von der Wendehorde auf die Schlupfhorde umgelagert. Während dieser Zeit ist es notwendig die Luftfeuchtigkeit langsam zu erhöhen. Während dieser Zeit darf der Brutkasten auf keinen Fall geöffnet werden. Da auch ein nur kurzzeitiges Verändern des Schlupfklimas dem Küken das Sprengen der Eischale so erschwert, dass es wahrscheinlich dabei verendet.

Nach dem Schlupf verbleiben die Küken die ersten 24 Lebensstunden in dem Brutgerät, damit sie ordentlich abtrocknen und sich von den Strapazen des Schlupfes erholen können.

Reinigung

Durch die für die Brut notwendige Luftfeuchtigkeit, bilden sich schnell Krankheítskeime. Darum ist es dringend notwendig, die Brutmaschine möglichst nach jeder Brut gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Geeignete Produkte gibt es im Fachhandel.

 

 

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